Häufige Fragen Autounfall

Autounfall - Was nun?

Verhalten an der Unfallstelle
Nach einem Unfall ist es für alle Beteiligten wichtig, Ruhe und Übersicht zu bewahren, um weiteren, größeren Schaden zu verhüten. Entfernen Sie sich nicht unerlaubt von der Unfallstelle. Sie müssen neben strafrechtlichen Konsequenzen auch mit einem Regress der Versicherung von bis zu 5.000 EUR rechnen.

Unfälle auf Autobahnen oder Bundesstraßen sollten über die vorhandenen Notrufsäulen gemeldet werden. So ist die sichere Lokalisierung Ihres Standortes gewährleistet. Denn alle Notrufsäulen und alle Björn-Steiger-Säulen sind exklusiv und direkt mit dem Notruf der Autoversicherer verbunden. Gibt es keine Notrufsäule in Ihrer Nähe, können Sie sich bei einem Unfall ohne Personenschäden auch mit Ihrem Handy unter der kostenfreien Vanity-Telefonnummer 0800 6683663 an den Notruf der Autoversicherer wenden.


Bei Unfällen mit Verletzten wählen Sie immer 112!


Maßnahmen am Unfallort

Sichern Sie zuerst die Unfallstelle ab. (Warnblinklicht, Warndreieck)
Leisten Sie Erste-Hilfe und rufen Sie Notarzt, Feuerwehr und Polizei an.
Bei geringfügigen Schäden müssen Sie darauf achten, dass der Verkehrsfluss nicht beeinträchtigt wird.

Blockieren Sie also wegen einer kleinen Beule oder eines zerbrochenen Scheinwerferglases nicht die Kreuzung, sondern fahren Sie an den Straßenrand. Es reicht aus, die Stellung der Fahrzeuge zu markieren und – falls ein Apparat zur Hand ist – zu fotografieren.
Tipp: In jedem Verbandskasten befindet sich Kreide!





Die Schadenmeldung

Nach einem Unfall kann der Autofahrer den Schadenersatz direkt bei der Autohaftpflichtversicherung des Unfallschuldigen geltend machen.
Setzen Sie sich sofort mit der örtlichen Niederlassung der gegnerischen Versicherung in Verbindung. Am schnellsten und bequemsten ist es, noch am Unfallort den Schaden dem Notruf der Autoversicherer unter der gebührenfreien Vanity-Telefonnummer 0800 6683663 (0800 NOTFON D) zu melden.
Dort werden Ihre Daten aufgenommen und an den zuständigen Versicherer weitergeleitet. Sie erhalten eine Kopie Ihrer Meldung nach Hause. Häufig kann sogar direkt eine Telefonverbindung mit der Versicherungsgesellschaft hergestellt werden, sodass Sie unmittelbar mit der Versicherung den Sachverhalt abklären können.

Damit Sie die Reparaturkosten nicht bei Abholung des Fahrzeuges aus eigener Tasche vorschießen müssen, können Sie in der Werkstatt eine Reparaturkosten-Übernahme-Erklärung unterschreiben. Die Werkstatt nimmt dann mit dem zuständigen Versicherungsunternehmen Kontakt auf und lässt sich die Erklärung vom Versicherer gegenzeichnen. Ist die Gegenzeichnung erfolgt, rechnet die Werkstatt direkt mit der Versicherung ab. Sie brauchen dann die Reparaturkosten nicht vorzuschießen und die Unfallregulierung wird beschleunigt.





Unfall im Ausland

Mit erheblich geringeren Entschädigungen als in Deutschland müssen Autofahrer rechnen, wenn sie im Ausland unverschuldet in einen Unfall verwickelt werden. Dies gilt bei Personen-, insbesondere aber bei Sachschäden.

Der Grund: Für den Schadenersatz ist nach wie vor das nationale Recht am Unfallort maßgeblich. Auch die Durchsetzung der Ansprüche ist im Ausland weiterhin durchweg mühsam und langwierig. Hinzu kommen in einigen Ländern unzureichende gesetzliche Versicherungssummen. Um Ärger und finanzielle Verluste zu vermeiden, sollte der Autofahrer eine gültige "Grüne Karte" (internationaler Versicherungsnachweis) sowie einen Europäischen Unfallbericht mitführen und seinen Versicherungsschutz überprüfen. Zusätzlich sinnvoll können eine private Unfallversicherung (Personenschäden), eine Vollkaskoversicherung (Schäden am eigenen Fahrzeug) und ein Schutzbrief (Panne/Diebstahl) sein.


Grüne Karte

Unbedingt ins Reisegepäck gehört die Grüne Karte. Vorgeschrieben ist sie in Europa für die Einreise nach Albanien, Andorra, Bosnien-Herzegowina, Bulgarien, Lettland, Mazedonien, Moldawien, Polen, Rumänien und in die Türkei sowie in die Ukraine. In Polen müssen ausländische Autofahrer seit einiger Zeit mit scharfen Polizeikontrollen rechnen. Fahrern, die ohne oder mit abgelaufenem Versicherungsnachweis erwischt werden, drohen hohe Geldstrafen. In Italien fordert die Polizei nach Unfällen immer wieder die "Grüne Karte".
Verkehrs-Rechtsschutzversicherung

Bei Unfällen im Ausland verlangt die ausländische Polizei oft noch den Versicherungsnachweis über die sogenannte "Grüne Karte". Ist dieses Dokument nicht vorhanden, kann es sogar zur Stillegung des Fahrzeugs kommen. Prüfen Sie deshalb vor Reiseantritt das Vorhandensein und die Gültigkeit Ihrer "Grünen Karte". Eine Grüne Karte erhalten Sie auch bei Generali!

In vielen Ländern ist es sehr langwierig und ohne deutschsprachigen Rechtsanwalt vor Ort selten erfolgreich, zu seinem berechtigten Schadenersatz zu kommen. Bei der Vermittlung eines sachkundigen Anwaltes hilft eine Rechtsschutzversicherung. Sie übernimmt ferner Anwalts- und Gerichtskosten, die bei der Durchsetzung der Schadenersatzansprüche anfallen. Vielfach werden solche Kosten nämlich von ausländischen Haftpflichtversicherungen auch dann nicht in vollem Umfang getragen, wenn ein Prozess gewonnen wird. Für außergerichtliche Kosten gibt es meist überhaupt keinen Ersatz


Kein Mobiltelefon zur Hand, dann:

Fertigen Sie ein Unfallprotokoll, das sowohl vom Schädiger als auch vom Geschädigten unterschrieben wird. Verwenden Sie dazu am besten den so genannten Europäischen Unfallbericht, damit Sie in der Hektik nichts vergessen. Sie erhalten den Europäischen Unfallbericht auch bei der Generali - oder laden Sie ihn einfach kostenlos bei uns herunter! Europäischer Unfallbericht...

Auch im Ausland wird Ihnen der Europäische Unfallbericht wertvolle Dienste leisten. Vielfach wird der Unfallgegner über einen in seiner Landessprache abgefassten und identisch aufgebauten Unfallbericht verfügen. Fragen mit demselben Inhalt sind dann auch identisch nummeriert. So wissen letztendlich alle Unfallbeteiligten, was sie unterschreiben. Die Unterschrift im Unfallbericht stellt kein Schuldanerkenntnis dar! Schildern Sie den Unfallhergang; überlassen Sie aber die rechtliche Beurteilung der Versicherungsgesellschaft.


Haben Sie keinen Europäischen Unfallbericht zur Hand, dann notieren Sie bitte:

Amtliches Kennzeichen. Namen und Anschriften der beteiligten Fahrer. Lassen Sie sich die Ausweispapiere zeigen.
Versicherungsgesellschaft und Nummer des Versicherungsscheins; verlangen Sie Unterlagen.
Sind die Daten einmal nicht zu ermitteln, hilft der Zentralruf der Autoversicherer weiter. Unter der Rufnummer
(01 80) 2 50 26 können Sie rund um die Uhr die Versicherungsgesellschaft Ihres Unfallgegners erfragen.
Ort und Zeit des Unfalls.
Namen und Anschriften von Unfallzeugen.
Zeichnen Sie eine Unfallskizze. Fotografieren Sie nach Möglichkeit die Unfallstelle von verschiedenen Standpunkten aus. Geben Sie kein Schuldanerkenntnis ab.
Ist das gegnerische Fahrzeug im Ausland zugelassen, so fragen Sie nach der Grünen Versicherungskarte. Für Fahrzeuge aus EU- und einigen anderen Ländern muss sie allerdings nicht mehr mitgeführt werden. Der Versicherungsnachweis ist häufig an der Frontscheibe aufgeklebt.





Unfallaufnahme ohne Polizei?

Sie haben einen Unfall, bei dem niemand verletzt wurde. Was ist zu tun? Die Polizei kommt in den meisten Bundesländern auch zu einem so genannten Bagatellunfall, wenn sie gerufen wird. Sie müssen sich aber dann auf eine lange Wartezeit einstellen.

Sie sollten deshalb wissen: Ihr Versicherer verlangt in diesen Fällen für die Schadenregulierung keine polizeiliche Unfallaufnahme! Auch die Polizei führt bei Bagatellschäden nur eine vereinfachte Sachverhaltsfeststellung ohne Beweisaufnahme durch. Rufen Sie stattdessen 0800 NOTFON D an, am Besten gemeinsam mit dem oder den Unfallbeteiligten. Dort wird Ihr Unfall aufgenommen und es werden die erforderlichen Hilfsmaßnahmen veranlasst. Hat gerade niemand ein Handy zur Hand, können Sie den Sachverhalt auch selbst feststellen.

Erstellen Sie mit dem Unfallgegner einfach ein Protokoll, dass den Schadenhergang, Namen und Anschriften der Beteiligten, sowie die Daten der Fahrzeuge enthält. 

Sie sollten außerdem wissen,

dass Sie in Abstimmung mit den Beteiligten nach einem Unfall die Fahrbahn schnellstmöglich räumen müssen. Sie können sich anschließend in Ruhe mit Ihrem Unfallgegner über das weitere Vorgehen verständigen.
dass Ihre Unterschrift unter dem Protokoll keine nachteiligen Auswirkungen auf Ihren Versicherungsschutz hat und nicht als Schuldanerkenntnis gilt.
dass Ihr Versicherer viele weitere Informationen für Sie bereithält, die Ihnen richtiges Verhalten am Unfallort erleichtern.


In diesen Fällen ist es unvermeidbar die Polizei zu rufen:

Wenn Alkohol oder Drogen im Spiel sind.
Wenn Personen verletzt wurden.
Wenn ein vorgetäuschter Unfall vermutet wird.